Organisierter Internethandel – was alles getürkt wird!

Das Internet ist der bequemste Ort für das Internet-Shopping,
doch es brigt auch große Gefahren, grade für Konsumenten.

Warum soll man heute noch 2 bis 5 Stunden in der Stadt rum laufen, wenn man alles was man braucht im Internet schnell, bequem und scheinbar günstiger bestellen kann?

Aber ist das Schnäppchen im Internet wirklich ein Schnäppchen?
Wir haben einige Tricks der organisierten Internethändler aufgespürt und enthüllen die Strukturen der organisierten Internethändler.

Es sind bekannte Plattformen, es sind teilweise bekannte Hersteller und sie betreiben alle ein Handel, der den Konsumenten verwirren soll. Denn Hersteller, Händler und Warenhäuser überschwemmen den Konsumenten mit Konsumgütern, grade in der heutigen Zeit, wo das Internet eher einem Mülldepot ähnelt und wo jedes Problem eine Lösung bietet.

Anfangen wollen wir mit der ersteren, grade aktuellen Masche. Händler von gebrauchten Waren nutzen bekannte Plattformen zum Verkauf gebrauchter Waren unter dem Markenzeichen eines anerkannten Unternehmen.

Beispielsweise auf Amazon.

Dort richtet sich der Händler ein neues Verkäuferkonto ein. Nach ca. 30 Minuten sind dann auch schon die ersten Artikel im “Online-Laden” eingestellt und können nach ca. 45 Minuten vom Konsumenten schon gekauft werden.

Soweit ist das noch kein großer Fall, ein Vorgang, der geschätzt 600 Mal täglich vollzogen wird.

Jetzt ist der Händler in der Lage auf Amazon.de eigene Artikel anzubieten, die via Amazon aufgelistet werden und dem Konsumenten zur Verfügung stellen. Der Konsument “bestellt” bei Amazon (indirekt aber direkt beim Händler) die Ware, der in den meisten Fällen die Ware eigenständig verpackt und verschickt.

Amazon kassiert für diese Dienstleistung eine kleine Gebühr (prozentual), transferiert das Geld vom Konsumenten zum Händler und behält die Gebühr ein und hat selber keine eigenen Artikel auf Lager.

Der Händler erhält 3,00 € Versandgebühren, egal wie hoch die Versandkosten sein sollten, der Konsument trägt diese Kosten, die von Amazon nicht mit der Gebühr verrechnet wird.

Der Händler kann den Preis für einen Artikel aber selber bestimmen. Ist ein anderes Angebot günstiger, so kann der Händler erst den Artikel einstellen, andere Angebote vorher oder nachträglich anschauen und sein Angebot an diesen anpassen.

Soweit der übliche Ablauf.

Jetzt greift aber der Trick, denn der Händler weiß, dass es andere Anbieter des selben Warentyps gibt und versucht im ersten Schritt den Preis der Mitbewerber zu erhöhen.

Dazu kauft der Händler entweder den günstigsten Artikel und stellt den Artikel unter 2 verschiedenen Kriterien (z.B. 1x “Akzeptabel” und 1x “Sammlerstück”) ein. Der erste Artikel (Sammlerstück) ist das Exemplar was zuerst zum Verkauf stand. Der zweite Artikel wird dem Händler nach 3 – 5 Tagen (im Regelfall) geliefert und steht dann ebenfalls für ein Inserat zur Verfügung. Das als “Akzeptabel” angebotene Stück wird ca. 15 – 20 € über das niedrigste Angebot angeboten. Das “Sammlerstück” für ca. 50 – 100 € über dem höchsten Angebot.

Jetzt sehen andere Anbieter, dass die Nachfrage scheinbar steigt und höhere Preise erzielt werden können. Nach ca. 4 – 6 Wochen sind die Preise fast alle wieder in der gleichen Lage, nur dass der Händler für die Waren deutlich mehr verlangt, wie er selber dafür ausgegeben hat. Der große Gewinn ist vorprogrammiert.

Die Steigerung dieses Tricks ist, dass ein Händler sämtliche Artikel günstig einkauft, bis sein Einkaufspreislimit erreicht ist. Abschließend erhöht er den Preis für den eigenen Artikel, so dass für alle gekauften Artikel ein + – 0 raus kommt. Da er der einzige oder fast einzige Anbieter ist, kann er nun mit dem Preis experimentieren. Gefällt der Preis für ein Angebot nicht, so verringert der Händler den Preis. Findet der Artikel einen Käufer, so rückt gleich das nächste Stück unter den gleichen Bedingungen nach. Durch die mehrfache Artikelmenge kann er nun eine Gewinnspanne von bis zu 5000 % erzielen.

Dieser Trick wird verstärkt bei Händler registriert, die sich auf gebrauchte Artikel mit “Wert” spezialisiert haben. Weniger spielen noch mit fairen Karten. Die Ankaufpreise für Waren sind niedrig, aber der Verkaufspreis ist hoch.

Der größte Händler dieser Kategorie ist reBuy.de

Rebuy kauft und verkauft gebrauchte Artikel, versucht aber auch durch neue Angebote die Kundschaft für die Artikel zu begeistern.

Erhält ein Kunde für ein Artikel beispielsweise 0,30 €, so verkauft reBuy.de diesen Artikel für 3 – 6 Euro! Dies entspricht einer Gewinnspanne von 1000 – 2000 % pro Artikel. Verhältnismässig viel und der Konsument zahlt doppelt und dreifach drauf.

Dem Kunden der den Artikel versetzt hat um Platz zu schaffen wird gesagt, dass er einen fairen Preis bekommt und froh sein kann neuen Platz für alte Sachen zu haben und der Kunde der den Artikel kaufen möchte muss viel tiefer in die Tasche greifen als wenn der Artikel neu beim Großhändler im Laden gekauft werden würde, sofern dies noch möglich ist.

So wird günstige Gebrauchtware zu einem teuren “Raritätsprodukt”, dass souverieren soll, dass dieser Artikel auf keinen Fall fehlen darf, wenn man bestimmte Dinge sammelt.

Ferner wird mit Schlagworten gearbeite, die teilweise keinerlei Bezug zu der Ware direkt herstellen. Dem Besucher wird aber vermittelt, dass alle Angebote mit dem gesuchten Wort zu tun haben wollen oder ein falsches Schlagwort integriert wurde.

Auf eBay gibt es ebenso Tricks

Wer glaubt immer die besten Angebote zu finden, der täuscht gewaltig, denn auch hier sind die Händler organisiert. Ob Programme, die günstige und gute Angebote einfach verschwinden lassen, damit der Händler selber die Ware günstig ersteigern kann, wobei der Betrug kaum belegbar und kaum nachvollziehbar ist.

Anderer Tricks sind das hochsteigern der eigenen Ware, die zum versteigern angeboten wird. Durch sogenannte “Proxy-IP-Server” erhält ein zweiter Computer eine andere IP, als die der Fakeaccount-Computer eigentlich hätte. Dann wird mit einem zweiten Account über die Fake-IP das Angebot hochgesteigert, bis der Mindestbetrag erreicht ist, den die oder der Betrüger erzielen wollte/n.

Andere Besucher, die nun bieten müssen das Mindestgebot übersteigern und der Händler hat seinen Gewinn gesichert.

Viele Privatverkäufer wenden dagegen einen primitiven Trick an, damit die Erträge gesteigert werden. In 70% der Angebot bei eBay sind die Versandkosten um das doppelte so hoch, wie die deutsche Post beispielsweise berechnet.

Die Trickbetrüger auf eBay sind da noch skrupelloser, denn diese bieten gezielt Waren an, die bei Sammlern auf hohe Nachfrage stoßen. Dies treibt den Preis für die Ware hoch, ohne das ein Einwirken nötig ist. Die Anbieter dieser “TOP WAREN” haben Ihren angemeldeten “Wohnsitz” immer in “Österreich”.

Die Versandkosten werden exakt nach deutsche Post Portokosten berechnet und vermitteln einen seriösen Verkäufer hinter dem Produkt. Ein sympatischer Verkaufstext deckt diese Tarnung. Der Verkaufspreis wird nach Auktionsende an eine österreichische Bank überwiesen. Danach endet der Kontakt.

Der Verkäufer ist nicht mehr Kontaktierbar oder erzählt etwas von “Krankenhausaufenthalt” oder “Krankheit in der Familie” oder auch beliebt “Bein gebrochen”. So wird Zeit geschindet, bis auch andere Auktionen auslaufen und bis eine negative Bewertung erahnen lässt, dass dies ein Betrüger ist.

Dazu kaufen die Betrüger Accounts mit sehr guten Bewertungen von normalen Verbrauchern. Ledeglich die Bankdaten werden geändert und schon wird später gegen unschuldige Ermittelt, sofern eine Anzeige erfolgt ist.

Anderfalls laufen die Ermittlungen so lange, dass am Ende die Nerven blank liegen und die Auslagen für Gerichts- und Anwaltskosten die meisten privaten Reserven erschöpft haben. Die Einstellung ist meistens die Folge, wobei ein guter Rechtsanwalt bereits vor weiteren Kosten davon abrät, denn die Erfolgschancen sind zudem sehr gering.

Das Impressum der österreichischen Verkäufer sind zudem immer sehr professionell gestaltet. Diese lassen nichts böses Erahnen, allerdings sollte man vor dem ersten Gebot prüfen, ob die Adresse existiert, die Telefonnummer im Notfall erreichbar ist, die hinterlegt wurde und ob der Verkäufer eine eigene Internetseite hat, wo Artikel oder anderes angeboten werden.

Ist dies nicht der Fall, so raten Experten davon ab bei Verkäufern zu kaufen. Allgemeine und besondere Vorsicht sollen Verbraucher vor allem bei österreichischen Verkäufern haben, die zu 70 % keine Waren verschicken, nachdem der Bezahlungsvorgang abgeschlossen wurden ist.

Auch PayPal beklagt mittlerweile intern Verluste durch Betrüger von jährlich 3,5 Millionen € – stetig steigend!

Die beste Internetshops sind welche, bei denen Sie schon Jahrelang Kunde sind oder die einen Laden besitzen, den man tagsüber auch besuchen kann. Andere Internetseiten, wie eBay, Amazon, reBuy.de und viele andere sollten mit großer Vorsicht genutzt werden!

Betrüger machen leider keinen Halt vor ehrlichen Bürgern.

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