Microsoft Windows 10

Gelernt aus der Vergangenheit!

Man muss hier mal ganz klar Microsoft loben, denn mit Windows 10 scheinen die Macher von Microsoft endlich dazu gelernt zu haben aus der Vergangenheit seit DOS 3.11.

Wir möchten Ihnen Windows 10 aus einer neutralen Sicht verständlich erklären.

Microsoft Windows Historie

Windows 10 ergibt erstmal keinen Sinn, denn jeder weiß, das Windows 9 fehlt! Aber wieso ist der Name a) überhaupt so kreativ angesetzt und b) nicht einmal der richtigen Reihenfolge nach gewählt wurden?

a.)  Windows-Versionen hatten schon immer eigenwillige Namen, wobei die Anfänge ja bekanntlich durch die Versionsnummer geprägt wurde.

 

Windows 1.0 wurde 1985 als 16-Bit-Linie geführt. Es war das erste, jedoch nicht erfolgreiche, grafische Programm zur Verwaltung von Dateien aus dem Computer.

Der Name Windows wurde gewählt, da die Programmierer bei etlichen Vorträgen stets von “Windows” (Fenstern) sprachen, die die Benutzerfreundlichkeit steigern sollen.

Die Version 2.0 von Windows erschien 1987, ebenfalls auf 16-Bit-Linie geführt und war durchaus erfolgreicher als sein Vorgänger.

Man wählte daher die Namensbezeichnung gemäß der Versionsnummer.

Windows 3.0 (1990), Windows 3.1 (1992) und Windows 3.11 (1994) waren eigentlich Programme, die mittels DOS ausgeführt wurden und dem Anwender eine Eingabemaske gaben. Windows 3.11 wurde von den Editionen am längsten geführt (1994 – 1997) und wurde abgelöst durch die 9x-Linie von Microsoft.

1995 erschien auf Basis der 9x-Linie das Windows 95, dass erstmals die Namensgebung dem Erscheinungsjahr zu verdanken hat.

Wogegen das 1993 erschienene Windows NT 3.1 den Namen seinem indirekten 16-Bit Vorgänger zu verdanken hat, wo Windows 3.1 als Betriebssystem / Programm genutzt wurde. Auf dieser Basis wurden weitere Bestrebungen unternommen.

Der Desktop-OS auf NT-Basis, sowie der Server-OS wurden bis 1999 parallel weiterentwickelt. Dies änderte sich mit der Einführung der CE-Linie im Jahr 1997.

1997 wurde zusätzlich die Windows NT-Versionen von 3.51 auf Version 4.0 aktualisiert. Ein Jahr später erschien dann Windows 98.

Windows NT 3.5 wurde von 1995 – 1996 unterstützt und abschließend aktualisiert auf Version 3.51.

1997 wurde zudem der Support für die Windows 3.11 Version eingestellt, der Nutzer musste erstmals gezwungenermaßen umsteigen.

Als Verbraucher beachte man nun welche Version am effektivsten wäre. Viele kauften daher Windows 95, da es von 95 – 97 erfolgreich im Einsatz war. Windows NT erschien hin gegen grade erst auf den Markt und löste zudem die Windows NT-Version 3.51 ab, die nur 1 Jahr im Einsatz war, wie dessen Vorgänger. Windows NT erfuhrt (bis auf NT 3.1) jedes Jahr eine Art Grundsanierung.

SKANDAL 1 um Microsoft

Nachdem nun viele Anwender auf Windows 95 umstiegen, wurden ein Jahr später (wer 1997 erst umstieg) viele gleich wieder mit einer neuen Version von Windows konfrontiert.

Windows 98 hatte aktuelle Version der CE-Linie (CE 2.0 vorher CE 1.0) und eine verbesserte Benutzerfreundlichkeit, aber macht das ein Neukauf aus?!

Es gab einen Aufschrei, doch derzeit war man noch Machtlos gegen den Giganten. Doch die ersten Open-Source Projekte erfuhren bereits hier große Nachfrage von einigen Anwendern.

Windows NT 4.0 wäre definitiv zu diesem Zeitpunkt eine günstigere Art gewesen die Software zu aktualisieren. Windows 95 zielte jedoch auf den Privatkonsumenten ab und erhielt großen Zuspruch unter den Anwendern. Windows NT 4.0 wurde von 1997 – 2000 eingesetzt.

Doch zum Jahrtausend-Wechsel gab es den nächsten Fehltritt bei Microsoft.

Hier beginnt der erste große Skandal um Microsoft!

Zum Jahr 2000 bot Microsoft auf der 9x-Linie basierend nur noch den direkten Nachfolger  von Windows 98 an, nämlich Windows ME.

Auf Desktop-OS und Server-OS auf NT-Basis bot Microsoft  Windows 2000 (Server) an.

Windows 98 (1998 – 2000 im Einsatz) musste wieder durch neue Software ersetzt werden. Aber auch Desktop-OS und Server OS auf NT-Basis erfuhren ganz neue Ansätze und die CE-Linie wurde aktualisiert.

Windows ME, der direkte Nachfolger von Windows 98, war der letzte Microsoft Windows-Titel unter der 9x-Serie und erschien (ME = Millenium) 2000.

Auf der neuen Technologie wurde dann im gleichen Zuge die Desktop und Server OS auf NT-Basis ausgetauscht von Windows NT 4.0 auf Windows 2000 bzw. Windows 2000 Server und die CE-Linie 3.0 wurde eingeführt.

Windows 2000 wurde 2001 bereits durch das beliebte Windows XP abgelöst. Mit Windows XP blieb jedoch die Server-OS auf NT-Basis (Windows 2000 Server) erhalten.

2002 wurde die CE-Linie 4.0 eingeführt. 2003 erhielt dann die OS-Server auf NT-Basis ein weiteres Update auf die Version Windows Server 2003.

Windows ME, Windows XP und Windows Server 2003 erhielten dann 2004 die CE-Linie CE 5.0, zeitgleich mit der Einführung von Mobile 2003.

2004 wurde erneut die OS-Server auf NT-Basis aktualisiert auf die Windows Server 2003 R2 eingeführt, welches die Version Windows Server 2003 ablöste.

Zeitgleich wurde die CE-Linie CE 6.0 veröffentlicht zusammen mit Mobile 5.0, welches die Software Mobile 2003 ablöste. Damit war 2006 ein entscheidendes Jahr für Microsoft, da es große Änderungen gab, die Windows ME, Windows XP, Windows Server 2003 R2, sowie die neue Mobile 2003 Version betraf.

Windows ME wurde von 2000 bis Anfang 2007 unterstützt seitens Microsoft, danach war die 9x-Serie Unternehmensgeschichte. Dafür erschien ein Jahr nach Veröffentlichung von Mobile 5.0 2007 die Mobile 6.0 Version. Gemein hat die Version mit dem Vorgänger, dass der Kern identisch geblieben ist.

Zeitgleich erschien im Jahr 2007 Windows Vista. Vista ist ebenfalls, wie die Vorgänger (Windows NT 1.0 bis 4.0, Windows 2000 und XP) auf der Basis von NT ausgebaut.

2008 erschient der OS-Server auf NT-Basis Windows Server 2008 und Mobile 6.1 für Mobiltelefone (Smartphones, PDA und Handys).

Vista wurde wegen der schlechten Resonanz 2009 durch Windows 7 ersetzt, obwohl es eigentlich die achte Version von Windows ist, jedoch wurde (vermutlich) Windows NT 3.51 nicht mitgezählt, da man dort hauptsächlich die Unterstützung für PowerPC’s als vierte Prozessorarchitektur. Es werden PCMCIA-Geräte unterstützt und wird das System auf einem Intel Pentium Prozessor mit FDIV-Bug ausgeführt, dann kann der Kernprozessor abgeschaltet werden, um Probleme zu umgehen.

Zu Lasten der Leistung des Geräts konnte für das NTFS-Dateisystem einzelne Dateien oder ganze Verzeichnisse komprimiert werden. Es wurden zudem zahlreiche APIs hinzugefügt, sodass diese unter Windows NT 3.51 genutzt werden können, welche durch das in Entwicklung befindliche Windows 95 (seiner Zeit) neu hinzukamen. Verpasst wurde allerdings, die Unterstützung von DirectX einzubinden, wodurch Anwendungen unter Windows NT 3.51 für Windows 95 nicht ausgeführt werden konnten, die mittels DirectX funktionieren.

Windows 7 wurde 2009 veröffentlicht und ist (derzeit; Stand: 01.06.2015) nur noch im extended Support enthalten, also “Pflichtupdates”, aber keine grundlegenden Neuerungen.

Mit Win7, einem glücklichen Erfolg für Microsoft nach zahlreichen Änderungen, da Windows Vista dazu neigte den Anwender Sicherheitstechnisch zu erdrücken, erschien auch Mobile 6.5 und Windows Server 2008 R2.

2010 veröffentlichte Microsoft die Windows Phone 7.0 Version, die als letzte Version der Mobile-Linie gilt.

2011 veröffentliche Microsoft CE 7.0 als logische Weiterentwicklung der CE-Linie.

Windows 8, Windows Server 2012, Windows RT 8, einem ARM-OS auf NT-Basis, als auch Windows Phone 8.0, einem Smartphone-OS auf NT-Basis, stellen seit 2012 die neue Produktpalette von Microsoft dar.

Erstmals nutzen alle Betriebssysteme, egal welche Plattform, eine NT-Basis.

2013 erschien dann Windows 8.1, Windows Server 2012 R2, Windows RT 8.1, Windows Phone 8.1 und die CE-Linie wurde umbenannt in Embedded Compact 2013, welches Änderungen mit sich bringt.

Windows Phone 7.0 wurde 2014 eingestellt. Damit stellt Microsoft eigentlich nur noch 2 Hauptprodukte, die NT-Basis, welche auf allen Produkten Anwendung findet, sowie die CE-Linie, womit weniger Teams benötigt werden und Personal eingespart werden kann.

2015, also mal wieder 2 Jahre nach Veröffentlichung eines neuen Betriebssystems, wird nun Windows 10 veröffentlicht.

Microsoft bietet Windows 7, 8 (8.1) und einigen anderen Betriebssystemen eine kostenlose Reservierung eines Upgrades an. Auf der Webseite von Microsoft (unter windows.com) heißt es sogar

Windows – Microsoft

Reservieren Sie jetzt gleich Ihr kostenloses Upgrade

Quelle: http://windows.com

Windows 10 wird es damit, meines Erachtens, für Windows Kunden eines aktuellen Betriebssystems kostenlos geben. Es ist vielversprechend und sollte in jedem Fall genutzt werden, wenn die Möglichkeit besteht, denn das kostenlose Upgrade ist zeitlich beschränkt und ist nicht für alle Versionen von Windows verfügbar.

Neue Funktionen unter Windows 10

Microsoft Windows 10 arbeitet mit dem Microsoft Edge Webbrowser, der den Internet Explorer 11 ablöst.

Damit lassen sich künftig direkt auf Webseiten schreiben und Kommentare noch einfacher teilen. Mit Cortana (einer Funktion in Edge) kann beispielsweise direkt ein Hotel-Zimmer gebucht werden. Nettes Gimmick, die Sicherheit und Privatsphäre ist jedoch damit wesentlich gefährdeter als zuvor, daher hier erstmal gar keine Punkte und auf Edge warten.

Weiteres Feature, was bisher leider nur mit zusätzlicher Software bewerkstelligt werden konnte unter vorherigen Windows Versionen, ist die Möglichkeit bis zu 4 Apps gleichzeitig auszurichten und laufen zu lassen. Zudem können virtuellen Desktops eingerichtet werden, die man dann nach Wunsch wechseln kann. Hier Punktet Microsoft 10 mit 3 Punkten.

Der Windows Store (einem virtuellen Laden/Webshop von Microsoft mit vielen digitalen Angeboten) wurde ausgearbeitet und noch stärker integriert, was ein Punktabzug bedeutet!

Cortana kann auf allen Endgeräten mit Windows 10 übertragen werden. So sollen Termine und wichtige Daten immer verfügbar sein. Hier warten wir auf die Veröffentlichung bevor wir eine Bewertung diesbezüglich abgeben möchten. Neue Technik bedeutet nicht immer Evolution oder Revolution.

Touch-Screen, “Stifte” (was auch immer damit genau gemeint sein mag) und die Tastatur werden weiterhin (seit Win7 bin ich der Meinung Standard)  unterstützt und als positiver Punkt in den “Features” zu Windows 10 aufgelistet. Alte Eier kauf ich immer noch bei einem Discounter, klarer Punktabzug!

Die Bildschirm-Flexibilität wurde hingegen verbessert, was sich in schöneren Fenstern für Apps und anderen bemerkbar macht. Leider haben wir dieses neue Gimmick noch nicht zu sehen bekommen.

Weiteren Schaden richtet Microsoft mit seinen eigenen Produkten an, denn auch die XBox wurde (wieder) integriert, wie bereits auf der OS-Smartphone auf NT-Basis Systemen (ab Windows Phone 8.0) und Windows 8. Als Anwender möchte ich eigentlich bestimmen, was auf mein Gerät soll. Wenn mich etwas interessiert, würde ich mich danach informieren, aber hier wird man (leider wieder einmal) genötigt sich mit einem Produkt von Microsoft auseinander zu setzen. 2 Punkte Abzug!

Mangelhaft ist zudem die Verwendung von Apps, der Verknüpfung mit etlichen Online-Diensten, angefangen beim Microsoft Store, über die XBOX-App, hin zur E-Mail “App” und der Bereitstellung seiner Daten durch ein Microsoft Konto. Ups! Hat jemand den Datenschutzbeauftragen von Microsoft schon einmal darauf angesprochen?

Ich möchte dazu keine Punkte vergeben, hier wäre, zumindest aus Datenschutzgründen, einige Mängel zu beseitigen, wenn man sich wirklich frei dem Markt öffnen möchte und keine Daten sammeln wollte über die Anwender.

Windows 10 ist für Windows 7- und 8.1-Geräte (einschließlich schon vorhandener Geräte) für eine begrenzte Zeit kostenlos.

Super Aktion! Das gibt auf jeden Fall mal 5 Pluspunkte! Ein Betriebssystem sogar für eine nicht ganz so aktuelle Version von Windows!

Und schon purzeln zwei weitere Punkt weg vom Karmakonto von Microsoft, denn RT- und Enterprise Versionen sind von der Aktion ausgeschlossen, es gibt zu viele Microsoft Dienste, die Online erfolgen, damit Microsoft die Daten nach Amerikanischen Gesetzen und Datenschutz verarbeiten kann, der bei weitem nicht so streng ist wie die europäischen Datenschutzregelungen und Gesetze.

Es ist schön und gut, dass es etwas “kostenlos” geben soll, aber letztendlich pocht Microsoft auf die Nutzung der Apps aufgrund von Bequemlichkeit des Anwenders, aber am Ende zahlt jeder Anwender Microsoft Windows 10 mit seinen privaten Daten, seinen Verhalten und der totalen Überwachung durch Microsoft.

Unseren Informationen ist ein Microsoft Konto notwendig, um Windows 10 zu aktivieren, was bedeutet, dass man seine Daten “freiwillig” abgibt, obwohl man genötigt wird, um ein aktuelles Betriebssystem zu nutzen, also selbst wenn man nachher keine Apps von Microsoft nutzen sollte, nutzt Microsoft das Microsoft-Konto, um alle Informationen zu erhalten, die es braucht um Gewinne aus den Daten der Anwender zu ziehen.

Trotzdem: Mit 2 positiven Punkten am Ende des Fazits steht Windows 10 doch wesentlich besser dar als beispielsweise Windows Vista. Und vermutlich ist jedem bewusst, dass der eigene Datenschutz nur außerhalb unserer virtuellen Welt besteht, wenn man eben auf maschinelle Verarbeitung verzichtet.

Und Windows 9?!

Windows 9 wurde aus unterschiedlichen Gründen “übersprungen”. Offiziell sagt Microsoft, dass so gravierende Unterschiede zu Windows 8 vorhanden sind, dass man selbst gesagt hat, dass überspringt technisch die Version zu vorherigen Systemen.

Unserer Meinung nach liegt es an der aufgezeigten Historie, da Microsoft Windows 9x-Serie nutzte für die ersten NT-Versionen, sowie Windows 95 – ME unterstützte und hier vermutlich keine Assoziationen geschlossen werden sollten.

Weiterer Grund könnte sein, dass durch Programmierfehler evtl. die Verwechslungsgefahr zu Windows 95/98 besteht, wenn man beispielsweise die Windows-NT Version abruft und ein Buchstabe am Ende gekürzt wird. (VB-Net Bug!)

Andere Quellen beschreiben, das man mit Apple gleichziehen wollte, da Apple den Betriebssystemversion X (römisch für 10) veröffentlichte.

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