Das Geschäft mit der Cloud

Cloud for free. Jeder hat eine Cloud.

Die neue Technologie “Cloud”, es klingt so verführerisch und vor allem: ES GIBT SIE KOSTENLOS!

Aber warum? Eigentlich sind wir es gewohnt, dass wir uns Fragen: Warum will uns jemand etwas einfach so schenken? Was habe ich davon und was hat der andere davon?

Doch seit dem wir ständig mit Knaller-Angeboten und Rabatt-Aktionen verblendet werden und teilweise Angebote einfach nur Normalpreise sind und die Normalpreise eigentlicher Wucher, weil die Währungsreform das Land teurer gemacht hat, funktionieren scheinbar fast alle Marketing-Tricks, um uns als Kunden zu gewinnen.

Was sind Clouds?

Cloud ist ein englischen Wort, dass ähnlich wie “Windows” (zu Deutsch: Fenster) dem Käufer einen Bezug zu der Technologie ermöglichen soll, um sich damit vertraut zu fühlen.

Getreu dem Motto: “Schließlich kann doch jeder ein Fenster auf und zu machen.”, dachten sich die Marketingstrategen von IBM und Microsoft, dass ein Vermarktung der vielen freien Ressourcen ein guter Ansatz für eine neue Technologie sein könnten.

Das Prinzip der Wolke ist direkt gestrickt mit dem Namen “Cloud” (zu Deutsch: Wolke).

Wie funktionieren Clouds? (das Prinzip)

Der Anwender hat mehrere Dateien, die er nun gerne speichern möchte. Die Daten wurden bisher von “kostenlosen” Upload-Diensten verwaltet und konnten vom Anwender problemlos verwaltet werden. Für jeden Anwender wurde es jedoch notwendig ein eigenen Zugang einzurichten und entsprechend der zugesagten Speicherkapazität einen festen Speicherplatz zuzuordnen.

Jemand der 300 MB verbrauchte, aber 5 GB Speicherplatz-Kapazität besaß, belegte theoretisch weiteren Speicherplatz von ca. 4.700 MB, der jedoch nicht genutzt werden konnte.

Die Cloud hilft dem ab, denn jeder Anwender nutzt den selben “Stauraum”, bekommt jedoch den belegten Speicherplatz auf seinen Namen reserviert, wenn er eine Datei hoch lädt.

Stellen Sie sich eine Wolke am Himmel vor (die Cloud). Diese Wolke schwebt über das Land und sammelt alle Wasserartikel (Dateien) auf, die durch die Sonne (den Anwender) freigesetzt (hochgeladen) wurden. Aber eine virtuelle Cloud kann, soweit bisher bekannt, im Gegensatz zu einer echten Wolke nicht platzen, oder?!

Wie funtkioniert die Clound technisch?

Technisch kann man sich die Cloud so vorstellen:

Ein einzelner Server hat nicht mehr mehrere Partitionen für jeden einzelnen Anwender, sondern verwaltet die Daten der Anwender in einer einzelnen großen Partition.

Lädt ein Anwender eine Datei hoch, so wird der Upload in einer Datenbank registriert, die Benutzerdaten (Benutzername, Passwort oder Benutzerkennung usw.) zu der Datei hinterlegt, und erst wieder abgerufen, wenn die Benutzerkennung übereinstimmt.

Da alle Ressourcen auf einem Speicherplatz liegen, muss nicht jeder einzelne zwangsweise eine Partition erhalten, sondern kann seinen zugesicherten Speicherplatz nutzen, wie gewohnt, aber der Anbieter kann Kosten sparen, da weniger Aufwand betrieben werden muss und die Ressourcen besser verteilt werden können.

Es gibt jedoch auch die negative Seite einer Cloud.

Wenn die Wolke doch mal bricht
oder wenn es heißt: “Das ist alles nur gecloud”

Es gibt technisch gesehen einige Variablen, die dadurch führen können, dass eine Cloud “bricht”, und alle Daten offen liegen, denn wenn der gesamte Server gehackt wird, sind alle Daten nahezu Chancenlos. Dies gilt aber auch bei allen anderen Servertechniken der jetzt Zeit. Denn wenn ein Server vom Root aus (dem Hauptverzeichnis) angesteuert werden kann durch einen Hacker, muss er nur noch die Verzeichnisse durchkämmen. In der Cloud sind alle Dateien auf einen Haufen, der Fokus fällt also mit unter schneller auf die Daten, aber im wesentlichen ist dies im normalen Server-Betrieb ebenfalls der Fall, da die verschiedenen Partitionen durch unterschiedliche Namen im selben Über-Verzeichnis gespeichert werden. Das Risiko ist aber erhöht, weil mehrere Anwender auf den gleichen Server zugreifen. Macht einer einen Fehler, könnten alle darunter leiden.

Die größere Gefahr lauert eigentlich bei der allgemeinen Verwendung von Clouds, da Benutzerdaten auch mal durcheinander kommen können und der Cloud-Server falsche Daten an einen Anwender bereit stellen könnte. Dieses Risiko erhöht sich, wenn mittels einer Software direkt auf Cloud-Technologien zurück gegriffen wird, wie es z.B. bei Microsoft’s Navision (SaaS) der Fall ist.

Plötzlich sind Ihre Dateien oder Daten bei einem anderen. Das nennen Fachleute eine Datenpanne.

Das größte Risiko ist jedoch der direkte Datenverlust. Hacker die die Dateien einfach löschen, unvorsichtige Administratoren oder Provider, Naturkatastrophen und anderes können zu einem permanenten Datenverlust in der Cloud führen.

Die Technik um die Cloud muss aber eben so stimmig sein, so die CSA, in einem Bericht der Computerwoche vom 15.07.2013:

„Unternehmen sollten darauf achten, einen Account-Austausch zwischen Usern und Services zu unterbinden”, so die CSA. „Und sie sollten die starke Authentifizierung mit zwei Faktoren einsetzen, wo das möglich ist.”

Quelle: http://www.computerwoche.de/a/die-9-groessten-cloud-gefahren,2542253,2

Aber auch schwache Interfaches oder APIs sind ein Sicherheitsrisiko bei Clouds. Drittentwickler, die Funktionen zur Verfügung stellen tragen ein hohe Verantwortung, doch der Betreiber muss das Überprüfen.

Ausfallzeiten sind zwar noch das kleinere Übel, können aber auch Kunden und bares Geld kosten. Es kommt immerhin bei einer Cloud nicht zum Ausfall einer einzelnen Partition, sondern zum Ausfall des gesamten Servers.

Aber auch Mitarbeiter des Cloud-Betreibers, Zulieferer oder Geschäftspartner können einen erheblichen Schaden anrichten.

IaaS (Infrastructure-as-a-Service) oder PaaS (Platform-as-a-Service) oder auch SaaS (Software-as-a-Service) sind potenziell die “besten” Möglichkeiten um Schäden an Soft- und Hardware auszuüben, da der Cloud-Betreiber nicht zusätzlich die Soft- und Hardware des Anwenders überprüfen kann.

Die CSA weist weiter darauf hin, dass die Provider in der Cloud Infrastrukturen, Plattformen und Anwendungen miteinander teilen und verweist auf eine defensive und vertiefte Strategie, die eine gründliche Sicherung und ein umfassendes Monitoring erlauben.

Zudem könnten Daten von unseriösen Mitarbeiter oder Unternehmen genutzt werden, um weitere Daten zu erhalten, mit denen sich wieder rum Geld verdiene ließe.

Als weiterer Aspekt verkommt die SaaS insbesondere zu einem Markt der Abonnenten und wird dadurch Entwicklungstechnisch zurück fallen, da die Anbieter nicht mehr immer neue Technologie zur Gewinnung von Kunden entwickeln müssen, sondern durch Weiterentwicklung ein “alten Gaul am laufen” halten werden, so sind sich einige Wirtschafts-Experten in Deutschland sicher.

Der Vorteil für Unternehmen

IaaS, PaaS und SaaS können schnell, bequem und für die breite Masse zur Verfügung gestellt und weiter-/entwickelt werden.

Es bräuchte derzeit ein lokales Programm, dass die Daten zusätzlich sichert und vor Dritten schützt.

Aber auch die Anbieter verdienen. Nicht nur an Werbeeinblendungen, die es gibt , sondern in erster Linie durch Traffic-Nutzung oder zusätzlichen Speicherplatz, der für monatliche Pauschalen vertrieben wird.

Außerdem gewinnt ein Unternehmen Daten über den Benutzer. Wie nutzt er die Cloud, warum nutzt er die Cloud und wozu nutzt er die Cloud. Entsprechend können zukünftige Business-Modelle erstellt und vertrieben (kommerzialisiert) werden, was dazu führt, dass es immer weniger Free-Space und immer mehr kommerziellen Space gibt, wie bei den Communities zu sehen war in der Zeit von 2000 – 2010.

Mehr als die Hälfte der Communities haben einen Benutzerrückgang erlebt oder haben heute weit aus inaktivere Communities, wie vor 2 Jahren.

Grund: Neue Geschäftsmodelle

Zunächst kostenlose, dann immer mehr kommerzialisiert. Ist das die Zukunft? Das alles was der Mensch in die Finger bekommt kommerzialisiert wird? Wie ist Ihre Meinung dazu?

Nutzen Sie das Facebook-Login System um direkt zu antworten oder nutzen Sie unsere Kommentar-Funktion. Die Registrierung ist kostenlos und mit wenigen Klicks erledigen.

Kommentare via Facebook
SHARE US!

Schreibe einen Kommentar

Facebook